13.08.2008 - 09:59
Fall „TheV0id“ endgültig geschlossen
Da heißt es immer, man habe keine rechtliche Handhabe gegen Online-Rooms. Die hat man schon, aber wenn man eine Klage anstrengt, dann sollte man auch Recht haben. Denn sonst wird es doppelt teuer, wie Natalie Teltscher jetzt feststellen musste.
Als beim Main Event des PokerStars World Championship of Online Poker (WCOOP) „TheV0id“ der Sieg aberkannt wurde, gab es viel Aufregung in der Pokerwelt. Natalie Teltscher habe nicht mit ihrem Account gespielt. Viel mehr gab es Grund zur Annahme, dass Mark Teltscher unter diesem Namen angetreten war, obwohl er selbst mit seinem eigenen Account ebenfalls mit dabei und bereits ausgeschieden war. Der Sieg wurde „TheV0id“ aberkannt und $1.200.000 an Preisgeld aberkannt.
Darauf zog Miss Teltscher gegen PokerStars vor Gericht. Doch hätte sie das mal besser bleiben lassen, denn fast wäre die Angelegenheit schon in Vergessenheit geraten. Nun aber wurde eindeutig bewiesen, dass sie selbst nicht mit diesem Account gespielt hat und darüber hinaus hat sie es dann auch noch zugegeben. Wenig überraschend hat sie nun die Klage zurückgezogen. Ergebnis – die $1.200.000 bekommt sie natürlich nicht und außerdem muss sie nun auch noch die Anwaltskosten tragen. Es ist wie beim Pokern selbst. Manchmal wird man bei einem Bluff eben kontrolliert.
Viele Spieler waren der Meinung, dass dieser Fall ein weiterer Beweis für die Willkür der Online-Rooms sei. Jetzt aber ist bewiesen, dass PokerStars zu Recht so gehandelt hat. Und irgendwie auch beruhigend zu wissen, dass sich Spieler nicht alles erlauben können, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.
| powered by | 
|