28.08.2008 - 12:02
Brian „sbrugby“ Townsend sorgt für viel Aufregung
Da hat Brian Townsend aka „sbrugby“ in seinem Blog auf Cardrunners gestern eine Bombe gezündet. Denn sich aus heiterem Himmel für Multiaccounting zu entschuldigen, bringt die lauen Nächte des ausklingenden Sommers schon ein wenig durcheinander. Als Cardrunner und damit auch Full Tilt Pro sollte er eigentlich wissen, dass unter falschem Namen spielen ein absolutes „No!“ ist.
Brian Townsend weiß es ja auch, schließlich hat er sich auch ganz höflich entschuldigt und gleich dazugeschrieben, unter welchen Nicknames er sonst noch gespielt hat. „Stellarnebula“ auf Full Tilt Poker und „makersmark66“ auf PokerStars. Von Februar bis Juni hat er auf Full Tilt unter beiden Accounts gespielt, auf PokerStars nur mit dem einen, dafür eben unter falschem Namen.
Natürlich hat Brian Townsend auch eine Begründung dafür, dass er auf Full Tilt mit zwei Accounts unterwegs war. Als Full Tilt Pro steht man natürlich immer unter Beobachtung. Wenn man gerade auf der sonnigen Seite des Kartenglücks steht, kein Problem. Doch wenn es mal nicht so läuft, kann es schon sehr mühsam sein, sich den vielen Kommentaren auszusetzen.
Auch für sbrugby lief es eine Zeit lang nicht ganz so toll, wie er es wollte. Und so ging er mit den Limits nach unten und spielte Pot Limit Omaha ab den Blinds 25/50. Ist für den durchschnittlichen Spieler noch immer kein kleines Limit, für Townsend aber schon.
Verloren hat Townsend nun in doppelter Hinsicht. Denn nun muss er die Konsequenzen von Full Tilt Poker fürchten und sich dem Urteilsspruch der Öffentlichkeit stellten. Damit das Urteil nicht so hart ausfällt, hat er sich bereit erklärt, $25.000 für eine karitative Einrichtung zu spenden, als Wiedergutmachung für all jene, die er getäuscht hat.
Seine Fans werden ihm wahrscheinlich schnell verzeihen. Vor allem gibt es in der Online-Community doch eine mitunter hohe Toleranzgrenze für solche Vergehen. Nicht alle finden es tragisch, wenn man nicht weiß, dass sich hinter einem Spieler am Tisch ein Profi versteckt.
Was die Fans denken ist aber eine Sache. Viel wichtiger ist, wie Full Tilt Poker und auch PokerStars darauf reagieren. Bei PokerStars ist Townsend nicht unter Vertrag, was das Vergehen nicht weniger schlimm macht. Aber als Aushängeschild für Full Tilt hat er nun wahrscheinlich mal ausgedient. Denn einmal mehr hat Townsend damit bewiesen, dass Multi-Accounting noch immer möglich ist und damit Tür und Tor für Betrügereien offen sind. Doppelter Schaden, den er angerichtet hat.
Von Full Tilt Poker gibt es noch kein offizielles Statement, den Blog von Brian Townsend könnt Ihr bei Cardrunners nachlesen – samt den Kommentaren.
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