16.09.2008 - 16:10
Sebastian Ruthenberg triumphiert
Vom Chipleader zum Shortstack und wieder hinauf zum Sieg. Sebastian Ruthenberg erlebte eine heftige Achterbahnfahrt beim € 8.000 No Limit Hold’em Event der PokerStars European Poker Tour (EPT) in Barcelona. € 1.360.100 war der Sieg für den Shooting Star wert, der rund drei Monate nach seinem WSOP-Sieg nun auch einen EPT-Sieg auf seinem Konto hat.
Sieben Nationen waren am Final Table vertreten, mit Sebastian Ruthenberg und Dren Ukella kamen zwei der Finalisten aus Deutschland. Sebastian Ruthenberg war Zweiter in Chips hinter Martin Nielsen.
Mit ein wenig Verspätung wurde der Final Table gestartet. Und es begann, wie es tags zuvor aufgehört hatte – recht zäh. Sebastian Ruthenberg konnte gegen Martin Nielsen mit
gegen
einen netten Pot gewinnen und so die Führung übernehmen. Dren Ukella musste Chips lassen und auch Fintan Gavin fand sich bald als Shortstack wieder. Während sich Gavin wieder nach oben arbeitete, fiel Nielsen weiter zurück.
Glücklich endete das All-in vom Amerikaner Jason Mercier. Er trat mit
gegen
von Martin Nielsen an. Das Board brachte am Turn die
für Mercier und er konnte verdoppeln.
Und so war es tatsächlich Martin Nielsen, der als Erster den Tisch verlassen musste. Mercier hielt
, Nielsen
. Das Board brachte



und damit nahm Nielsen Platz 8 samt € 119.000.
Nicht viel später raiste Samuel Chartier all-in. Fintan Gavin callte im BB. Mit
lag Chartier hinter Gavins
. Das Board brachte mit



keinen Treffer und Gavin nahm sich den Pot. Chartier wurde mit € 178.000 für Platz 7 belohnt.
Der Italiener Daniele Mazzia sah eine gute Chance mit
, Davidi callte mit
. Das Board brachte



und Daniele Mazzia blieben nur wenige Chips. Kurz darauf konnte sich Mazzia revanchieren und verdoppelte wieder auf Kosten des Belgiers.
Zu dieser Zeit war Fintan Gavin ungefährdeter Chipleader, Dren Ukella der Shortstack am Tisch. Dren konnte aber auf Kosten von Jason Mercier verdoppeln und hatte wieder über 1.1 Mio vor sich stehen, während Mercier auf rund eine halbe Million zurückfiel.
Jason Mercier musste dann auch als nächster gehen. Mit
war er all-in, Fintan Gavin aber hielt
. Das Board brachte keine Hilfe für Mercier und der Sieger der EPT San Remo musste sich hier nun mit Platz 6 und € 227.000 begnügen.
Die beiden Shortstacks Ukella und Mazzia konnten jeweils verdoppeln, aber für den Kölner Ukella kam dann doch das Aus. Am Flop

ging er nach einem Raise von Gavin all-in. Ukella zeigte
für den Flush Draw, Gavin hielt
. Turn und River brachten keine Herz und Dren Ukella verabschiedete sich mit Platz 5 und € 292.000. Somit war Sebastian Ruthenberg der letzte Deutsche im Turnier.
Er war aber mittlerweile zum Shortstack geworden, während Fintan Gavin überlegen in Führung lag. Die vier diskutierten über einen Deal, der aber nicht zustande kam. Sebastian gab sich fortan recht kampflustig. Der eigentliche Kampf wurde zwischen Davidi Kitai und Daniele Mazzia ausgetragen. Mit
ging Mazzia all-in, Kitai callte mit
. Das Board brachte keinen Treffer und Mazzia blieben nur 101.000 in Chips. In der nächsten Hand zahlten sowohl Sebastian Ruthenberg als auch Davidi Kitai das All-in. Das Board brachte


und Sebastian nahm sich den Pot mit einer Straight. Daniele Mazzia verabschiedete sich mit Platz 4 und € 351.000.
Zu dritt ging der Kampf aber erst richtig los. Sebastian war noch immer der Shortstack, hatte aber durchaus eine gute Position. Vor allem wenn Kitai und Gavin in den Blinds waren, kam es immer wieder zu Begegnungen.
Fintan Gavin lag in Front und übte auch dementsprechenden Druck aus. Sebastian konnte gegen den Iren verdoppeln, als er mit
gegen
antrat. Das Board brachte keinen Treffer und so konnte sich Sebastian an die zweite Stelle im Chipcount verdoppeln.
Als Sebastian Ruthenberg all-in ging und Davidi Kitai all-in callte, glaubte man schon an die nächste entscheidende Situation. Doch beide drehten
um und teilten den Pot. Die Blinds wurden hin und her geschoben und Davidi Kitai schaffte es wieder, Sebastian zu überholen.
Nach einer kurzen Pause gaben sich Sebastian und Gavin einen Kampf um die Blinds, der für Gavin sehr schlecht ausging. Er zahlte im SB nach, Sebastian checkte. Der Flop
, Gavin spielte an, Sebastian zahlte. Der Turn
wurde gecheckt und am River
gab es dann so richtig Action. Sebastian spielte 200.000, Gavin raiste auf 600.000. Sebastian callte mit
und nahm sich den Pot. Damit waren die Kräfte am Tisch neu verteilt und Sebastian lag weit vorne.
Kurz darauf ging Sebastian all-in, Davidi Kitai callte im SB all-in, Fintan Gavin foldete im BB offen
. Auch Kitai hielt
, Sebastian
. Das Board brachte


und damit musste sich Davidi Kitai als Dritter verabschieden.
Mit über 5 Mio. in Chips ging Sebastian dann ins Heads-up. Nur drei Hände später war die EPT Barcelona entschieden. Fintan Gavin ging preflop mit 
all-in, Sebastian callte mit
. Das Board brachte



und Sebastian Ruthenberg war der EPT Barcelona Champ.
Ein WSOP-Bracelet, einen EPT Sieg – die Bilanz von Sebastian kann sich in diesem Jahr wirklich sehen lassen. Mit einem Schlag löste er nun auch Andreas Krause an der Spitze in der All-Time Money Liste ab.
Die EPT zieht weiter nach London und auch dort waren die Deutschen letztes Jahr sehr erfolgreich. Ob sie diese Leistung wiederholen können?
Final table/payouts:
| Platz | Name | Land | Preisgeld |
|---|
| 1 | Sebastian Ruthenberg | Germany | € 1.361.000 |
| 2 | Fintan Gavin | Ireland | € 792.000 |
| 3 | Davidi Kitai | Belgium | € 455.000 |
| 4 | Daniele Mazzia | Italy | € 351.000 |
| 5 | Dren Ukella | Germany | € 292.000 |
| 6 | Jason Mercier | USA | € 227.800 |
| 7 | Sam Chartier | Canada | € 178.000 |
| 8 | Martin Nielsen | Denmark | € 119.000 |
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