30.09.2008 - 15:51
Ultimate Bet Poker Skandal-Strafen in Millionenhöhe
Der Vorsitzende der Kahnawake Gaming Commission (KGC) Dean Montour veröffentlicht erste Ergebnisse der Untersuchung des Betrugsskandals bei Ultimatebet.
Der Online Pokerroom, zu dessen prominenten Aushängeschildern Pokerprofis wie Phil Hellmuth und Annie Duke gehören, muss voraussichtlich 1.500.000 Dollar Strafe zahlen. Daneben müssen geprellte Spieler in Höhe von 6.100.000 Dollar entschädigt werden. Als Hauptverantwortlichen nannte die Kommission den WSOP Bracelet Gewinner von 1994 Russ Hamilton und sechs weitere Personen.

Bei dem in Rede stehenden Betrug wurden über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren so genannte Superuseraccounts verwendet, bei denen man die Hole Cards der Gegenr sehen konnte. Die Sache flog auf, als einige User misstrauisch wurden und begannen, verdächtige Hände systematisch zu protokollieren. Daraufhin leitete die KGC Ermittlungen ein, die ergaben, dass über ein Dutzend Nicks in den Betrug, der von Mai 2004 bis Januar 2008 andauerte, verwickelt waren.
Hier die genaue Liste aller Sanktionen der KGC gegen Ultimatebet:
1. Ultimate Bet wird angewiesen, bis zum 3. November 2008, alle Spieler, die durch den Betrug zu Schaden gekommen sind, zu entschädigen. Dies soll unter strenger Aufsicht der KGC geschehen. Es wird geschätzt, dass UB bis zum heutigen Tag bereits 6.100.000 Dollar an geschädigte Spieler gezahlt hat.
2. Ultimate Bet wird angewiesen, bis zum 3. November 2008, alle Personen aus dem Unternehmen zu entfernen, die von der Kommission als ungeeignet bestimmt werden. Dies betrifft alle Level der Geschäftsführung und Teilhaber. UB muss bis zum 3. Novenber 2008 alle Details des täglichen Geschäfts offenlegen. Dies beinhaltet sowohl finanzielle- und das Spiel betreffende Transaktionen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Maßnahme die völlige Offenlegung und Transparenz aller Vorgänge sicherstellt und somit dazu führt, dass der Spielergemeinschaft ein faires ehrliches Spiel geboten wird und ihr Geld dabei vor illegalen Aktivitäten geschützt bleibt.
3. Das Ultimate Bet Kontrollsystem, wie es in Sektion 9 der Kahnawake Interactive Gaming Regulations definiert ist, wird so verändert, dass zukünftige Betrugsaktivitäten oder ähnliche Vorgänge nicht mehr möglich sind.
4. Die Aufzeichnungen, die Gegenstand der Untersuchung sind, werden nicht gelöscht, wie es in den Kahnawake Interactive Gaming Regulations vorgesehen ist, sondern werden weiterhin der KGC und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stehen.
5. Ultimate Bet muss mit sofortiger Wirkung eine Strafe in Höhe von 1.500.000 Dollar zahlen, weil sie es versäumt haben, die Betrugsaktivitäten aufzudecken und zu verbieten.
6. Sollte Ultimate Bet diese Sanktionen nicht befolgen, wird dies die sofortige Aufhebung der Lizenz nach sich ziehen.
(Murray Marshall, Senior Advisor, Kahnawake Gaming Commission)
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