17.10.2008 - 16:16
WPT NAPC in Ontario - Rentner gewinnt
In Ontario hatte Kathy Liebert als einzige US-Amerikanerin den Final Table gegen fünf kanadische Kontrahenten erreicht. Am Ende triumphierte einer der nördlichen Nachbarn.
An Dramatik mangelte es dem Schlussakt des WPT-Turniers von Ontario wahrlich nicht. In der letzten Hand des Heads-Up raiste Glen Witmer und Gavin Smith ging mit
All-In. Witmer callte mit
und wieder einmal entschied das klassische Rennen Overcards versus Paar über Wohl und Wehe. Mit dem Gewinn dieser Hand hätte Smith die Führung übernehmen können, während es für Witmer direkt um den Turniersieg und das WPT-Bracelet ging. Auf dem Flop mit

hielten Smith’ Fünfen und auch dem Turn mit
lag er noch vorn. In bester Hollywood-Manier brachte der River jedoch das
und Witmer den mit $ 1.090.589 dotierten Turniersieg.
Der 67-jährige Witmer ist bei großen Turnieren bislang nicht nennenswert in Erscheinung getreten und erzielte seinen mit Abstand größten Erfolg. Er stammt aus Waterloo/Ontario und war bis zu seiner Pensionierung Immobilienmakler. Seit Kindesbeinen spielt er Poker und ist Stammgast im Fallsview Casino von Ontario.
Als erster Spieler des Final Table schied James Trenholm aus, der den letzten Tag mit den wenigsten Chips begonnen hatte. Mit
callte er das All-In von Gavin Smith, der zu seinem Leidwesen
hielt. Der Flop mit

machte die Sache aufgrund eines Gutshots für Trenholm noch einmal spannend, doch
und
auf Turn und River brachten ein Full House und somit Entwarnung für Smith.
Nachdem Marc Karam den Finaltisch mit regelmäßigen, ungecallten All-Ins malträtiert hatte, kam für ihn als Fünftplatzierten das Aus. Mit
war sein Push im Big Blind durchaus berechtigt, aber Glen Witmer, der zuvor UTG geraist hatte, callte mit
. Schon der Flop mit

brachte die Vorentscheidung und nach
und
auf Turn und River blieben noch vier Spieler im Kampf um den Turniersieg übrig.
Eher unglücklich verlief das Ende von Ryan Fisler. Vor dem Flop reraiste er mit
Chipleader Witmer. Auf dem Flop mit

ging er mit einem Ass als höchste Karte All-In, hatte aber das Pech, dass Witmer diesen mit seiner ursprünglich dominierten Hand
voll getroffen hatte. Nun war Fisler seinerseits dominiert und musste auf zwei Könige hoffen, aber schon der
auf dem Turn brachte das definitive Aus auf Platz 4.
Kathy Liebert hatte sich fast den gesamten Final Table über am Ende des Leaderboards befunden. Mit dem dritten Platz und $ 277.684 kann sie deshalb angesichts des Turnierverlaufs durchaus zufrieden sein. In der vorentscheidenden Hand wurde ihr eine Blind-Battle mit Gavin Smith zum Verhängnis. Auf einem Flop mit

ging Liebert mit
All-In und Smith callte nach längerem Nachdenken mit
. Zwar ging die US-Amerikanerin aufgrund des Flush Draws als leichte Favoritin auf Turn und River, doch verweigerten diese mit
und
die notwendige Hilfe.
Das rein kanadische Heads-Up dauerte knappe zweieinhalb Stunden und nahm das oben beschriebene Ende.

Glen Witmer
Die Preisverteilung:
| Platz | Name | Preisgeld |
|---|
| 1 | Glen Witmer | $ 1.090.589 |
| 2 | Gavin Smith | $ 532.545 |
| 3 | Kathy Liebert | $ 277.684 |
| 4 | Ryan Fisler | $ 228.234 |
| 5 | Marc Karam | $ 171.175 |
| 6 | James Trenholm | $ 133.137 |
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