20.10.2008 - 10:21
Pokerspieler rufen zum Kentucky-Boykott auf
Nachdem am Donnerstag durch den Staat Kentucky entschieden wurde, 141 Domains der bekanntesten Online-Poker-Seiten zu beschlagnahmen, rufen Pokerspieler jetzt zum Boykott auf. Sherman Bradley von onlinecasinoadvisory.com fordert alle Netz-Zocker dazu auf, die Spielangebote des Staates Kentucky und alles, was dem Staat Kentucky Steuern einbringt, komplett zu boykottieren.
Alle Online-Spieler und alle Bürger, die gegen Zensur im Internet sind, sollen helfen, ein Zeichen gegen den gewichtigen Präzedenzfall zu setzen. Der Staat, vertreten durch seinen Gouverneur Beshear will im Alleingang die Domains der bekanntesten Online-Portale einziehen, um die finanziellen Interessen des Bundesstaates zu sichern. Die Bürger dürfen anscheinend nur spielen, solange der Staat Kentucky dabei abkassiert.
Bradley forderte insbesondere zum Boykott des Unternehmens Churchill Downs Inc. auf, das vom 26. Oktober bis zum 29. November das berühmte Kentucky Derby Pferderennen veranstaltet. Auch die Online-Gambling-Seite twinspires.com, die Churchil Downs Inc. gehört, soll Ziel des Boykotts sein. Diese Seite ist auch „zufällig“ von der Beschlagnahme ausgenommen.
Auch die Poker Players Alliance, in Kentucky immerhin 16.000 Mitglieder stark, hat ihre Mitglieder aktiviert. Daneben gingen bereits tausende von Beschwerdebriefen beim Gouverneur ein.
Wenn der Boykott Erfolg hat, wird der Gouverneur seine übereilte Aktion möglicherweise nochmal überdenken. Finanzielle Einbußen werden ihn, im Gegensatz zu vernünftigen Argumenten, wohl eher umstimmen.
| powered by | 
|