28.11.2008 - 11:31
Kündigungswelle in deutschen Casinos
Schon länger klagen die deutschen Spielbanken über rückläufige Umsätze und eine angespannte ökonomische Lage. Jetzt gibt es erste traurige Konsequenzen.
Wie die Sprecherin der Spielbanken Niedersachsen bekannt gab, werden 120 der 460 Mitarbeiter in den niedersächsischen Casinos gekündigt. Seit der Übernahme der zehn Spielbanken durch die Casinos Austria im Jahr 2004 musste ein dramatischer Einnahmenrückgang hingenommen werden, der im Bereich von 30 Prozent liegt. Nach Ansicht der Unternehmensleitung waren Kündigungen nicht mehr zu vermeiden, um die Gruppe insgesamt nicht zu gefährden.
Konkret betroffen sind die Casinos in Hannover, Bad Harzburg und Bad Zwischenahn, die Betriebsräte sind bereits informiert und demnächst werden die Verhandlungen über den Sozialplan aufgenommen.
Als Hauptgründe für die starken Umsatzverluste der deutschen Spielbanken gelten vor allem das Rauchverbot sowie die Einführung der Ausweispflicht auch im Automatenbereich. Letzteres führte offenkundig dazu, dass Stammgäste in Spielhallen oder ins illegale Zockermilieu vertrieben wurden. Auch die aktuelle Finanzkrise hat sicher nicht dazu beigetragen, die Besucherzahlen in den Casinos nach oben zu treiben.
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