02.06.2009 - 12:44
Kommen bei der WSOP 2010 mehr $1,000 Events?
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Kausalitäten sind eine schöne Sache, da sie uns den Zusammenhang von Ursache und Wirkung aufzeigen. Ein einfaches und naheliegendes Beispiel für eine Kausalität wäre, wenn ich einen Stein gegen ein Fenster werfe und das Fenster daraufhin zerbricht. Ein weniger naheliegendes Beispiel ist, wenn ich in solch wirtschaftlich schlechten Zeiten, das billigste WSOP Turnier aller Zeiten veranstalte, es auch das am besten besuchte nicht Main Event aller Zeiten ist. Auch bezeichnend ist, dass dieses Spar-Turnier am selben Tag über die Bühne geht, an dem General Motors in die Insolvenz geschickt wird. Die Wirtschaftskrise ist also allgegenwärtig.
Nun überlegen die Offiziellen von Harrah`s, ihres Zeichens die Veranstalter der WSOP, sogar, in Zukunft öfters solch preiswerte Turniere zu veranstalten. Bereits bei der WSOP 2010 soll es gleich mehrere 1000 Dollar Buy In Events geben. Schließlich sind 6000 Spieler in einem nicht Main Event ein einsamer Rekord und natürlich will man in Zukunft solche Erfolge wiederholen. Auf den ersten Blick wäre dies natürlich eine tolle Sache. Schließlich ist es für den Pokersport überlebensnotwendig, immer wieder neue Spieler zu rekrutieren, um weiter zu wachsen und trotz wirtschaftlicher Probleme bestehen zu können.
Andererseits könnte die Gefahr bestehen, dass aufgrund terminlicher Schwierigkeiten – ein so riesen Event braucht schließlich viel Platz und Organisation – andere, weniger populäre WSOP Events auf der Strecke bleiben. Doch wenn gleichzeitig mit den neuen 1,000 Dollar Events auch die Ressourcen vergrößert werden, könnte dies eine der wichtigsten Entwicklungen in Sachen Poker in den letzten Jahren sein. Wir warten gespannt, was die Zukunft uns wohl so bringen mag. Besonders interessant dürfte werden, wie viele Teilnehmer das diesjährige Main Event haben wird. Denn nach den Rekorden bei den Events #3 und #4 erwarten nicht wenige einen neuen Rekord beim Main Event. Pokern gegen die Krise eben...